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DING des Monats
Oktober 2008:
Werbefigur Frosch
Die Ursprünge dieses Froschkönigs aus Kunststoff liegen bisher noch im Dunkeln. Fest steht, dass er in den 1970er Jahren entstanden ist und seiner Natur gemäß eine intensive Beziehung zum Wasser hat. Der leicht gezackte Henkel erinnert an andere reptilienhafte Wesen und entpuppt sich als Griff einer Gießkanne. Aus dem breiten Maul sprüht aus feinen Öffnungen das Wasser.
Zur Zeit erfährt der Gießkannenfroschkönig eine Renaissance und ist sogar in der Variation als Froschkönigin in Blumenläden zu haben - die Gleichberechtigung scheint auch vor Nippes nicht halt zu machen.
Die Dingpflegschaft hat das Redaktionsteam der Zeitschrift "Querformat" übernommen. Als Covermodel ziert er die Titelseite des ersten Hefts über Nippes. Denn der Frosch kann geradezu sinnbildlich für die Umwertung von Kitsch und Nippes stehen: Ebenso wie das unappetitliche Amphibium im Märchen zum strahlenden Prinzen wird, sind Kitsch und Nippes salonfähig geworden. Mit dieser Verwandlung von Nippes befasst sich das "Querformat"-Heft. Daher wird der Frosch zur Magazine Release Party am 23. Oktober im Werkbundarchiv - Museum der Dinge seine Vitrine verlassen und gebührend gefeiert werden.
Ding des Monats - Archiv
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